Der Chienbäseumzug ist ein traditioneller Fasnachtsbrauch in Liestal (Schweiz), der jeweils am Abend des Fasnachtssonntags stattfindet. Der Name „Chienbäse“ stammt von den großen, brennenden Reisigbündeln („Besen“), die die Teilnehmer auf den Schultern durch die engen Gassen der Altstadt tragen. Zusätzlich ziehen spektakuläre Feuerschwabenwagen mit lodernden Holzstapeln durch die Straßen.
Der Umzug zieht jedes Jahr Tausende von Zuschauern an und bildet den feurigen Auftakt zur Basler Fasnacht.Die Kombination aus Feuer, Funkenregen und der historischen Altstadt macht den Chienbäseumzug zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
Der Chienbäseumzug ist ein spektakulärer Fasnachtsbrauch, der jedes Jahr am Abend des Fasnachtssonntags in Liestal, der Hauptstadt des Schweizer Kantons Basel-Landschaft, stattfindet. Er ist bekannt für seine beeindruckenden Feuerszenen, bei denen brennende Reisigbündel und Feuerwagen durch die engen Gassen der historischen Altstadt getragen bzw. gezogen werden.
Herkunft und Bedeutung
Der Name „Chienbäse“ setzt sich aus den schweizerdeutschen Wörtern „Chien“ (Kienholz, harzreiches Holz) und „Bäse“ (Besen) zusammen. Die Tradition geht auf alte Reinigungsrituale zurück, bei denen Feuer symbolisch den Winter und böse Geister vertreiben sollte. Über die Jahrhunderte entwickelte sich daraus ein fester Bestandteil der Fasnacht in Liestal.
Ablauf des Umzugs
Am Abend des Fasnachtssonntags (dem Sonntag nach Aschermittwoch) versammeln sich Tausende von Zuschauern in der Altstadt von Liestal. Der Umzug beginnt traditionell nach Einbruch der Dunkelheit und verläuft durch das Untere Tor, eines der alten Stadttore.
Der Umzug besteht aus zwei Hauptbestandteilen:
-
Die Chienbäse-Träger
- Einzelpersonen oder Gruppen tragen bis zu 100 kg schwere, brennende Reisigbündel („Chienbäse“) auf den Schultern durch die engen Gassen.
- Die Bündel werden aus Tannenreisig gefertigt und mit Draht zusammengebunden.
- Die Funken fliegen in alle Richtungen, und die Hitze ist für Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen intensiv.
-
Die Feuerwagen
- Neben den Chienbäse-Trägern ziehen massive, brennende Holzwagen durch die Straßen.
- Diese sind mit mehreren Kubikmetern Holz beladen und erzeugen meterhohe Flammen.
- Die Feuerwagen werden von Gruppen gezogen, die sich mit feuerfesten Kleidern schützen.
Die enge Altstadt verstärkt den Effekt der Flammen und sorgt für eine beeindruckende Atmosphäre.
Besonderheiten und Sicherheitsmaßnahmen
- Zuschauer stehen oft nur wenige Meter von den lodernden Feuern entfernt.
- Die Feuerwehr und Sanitätsdienste sind stets in hoher Bereitschaft.
- Der Umzug endet, sobald die letzte Gruppe das Untere Tor passiert hat. Danach zieht es viele Besucher in die Gaststätten oder zum Beginn der Basler Fasnacht, die am folgenden Morgen mit dem „Morgestraich“ beginnt.
Bedeutung für die Region
Der Chienbäseumzug ist ein einzigartiges kulturelles Ereignis und ein wichtiges Symbol für die Fasnachtstradition in der Nordwestschweiz. Er zieht jährlich Tausende Besucher aus der Region und darüber hinaus an und bildet den feurigen Auftakt zur Fasnachtszeit.