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Zapfenhelmling Mycena strobilicola

Der Zapfenhelmling (Mycena strobilicola) ist eine wenig bekannte, aber faszinierende Pilzart aus der Familie der Helmlingsverwandten (Mycenaceae). Er wächst vor allem auf herabgefallenen, feuchten Fichtenzapfen und hat einige interessante Eigenschaften.

 

Merkmale

  • Hut:
    Der Hut ist zunächst glockig bis kegelförmig und wird später ausgebreitet mit mit oft überhängendem Rand. Er erreicht einen Durchmesser von etwa 1–3 cm. Die Oberfläche ist glatt, oft leicht feucht glänzend, und die Farbe variiert von blass bräunlich bis grau-bräunlich. Der Hutrand oft gerieft. 

  • Lamellen:
    Die Lamellen sind weißlich bis graurosa und mit Zahn am Stiel etwas herablaufend. Schneiden sind hell. 

  • Stiel:
    Der Stiel ist dünn (1–2 mm Durchmesser) und etwa 2–5 cm lang. Er ist oft hohl, elastisch, graubraun bis bräunlich gefärbt, Spitze weisslich und kann an der Basis striegelig behaart sein.

  • Fleisch & Geruch:
    Das Fleisch ist dünn, weißlich und brüchig. Es hat einen markanten Geruch nach Chlor (alkalisch) oder leicht nach Rettich, was typisch für einige Mycena-Arten ist.

  • Sporenpulver:
    Weißlich gefärbt, wie bei den meisten Helmlingen.

     

Ökologie & Lebensraum

Der Zapfenhelmling ist ein saprobiontischer Pilz, d. h., er lebt von totem organischem Material. Er ist spezialisiert auf die Zersetzung von Fichtenzapfen (Picea abies), die auf feuchten Waldböden liegen.

  • Er wächst typischerweise in nadelholzreichen Wäldern, vor allem in Fichtenwäldern, oft an schattigen und feuchten Stellen.

  • Die Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich im Frühling (Februar bis Mai). 

 

Verbreitung

Mycena strobilicola ist in Europa weit verbreitet, jedoch oft übersehen, da er klein und unscheinbar ist. Funde gibt es auch in Nordamerika und Asien, wo er ähnliche Lebensräume besiedelt. 

 

Essbarkeit

Der Zapfenhelmling ist ungenießbar, je nach Quelle auch leicht giftig. 

 

Besonderheiten & Verwechslung

  • Er kann mit anderen kleinen Helmlingsarten verwechselt werden, wie z. B. Mycena seynii, der auf Kiefernzapfen wächst.

  • Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der spezielle Standort: Nur auf Fichtenzapfen!

Fazit

Der Zapfenhelmling ist ein spannender, aber unscheinbarer Pilz, der eine wichtige Rolle im Ökosystem spielt, indem er Fichtenzapfen zersetzt und so zur Nährstoffrückführung im Wald beiträgt. Auch wenn er nicht essbar ist, lohnt es sich, ihn bei einem Waldspaziergang zu entdecken!